Deutschland, Frankfurt
1923
3. Februar
Gründung des Instituts für Sozialforschung (IFS)
An diesem Tag wird das Institut durch ein Dekret des Preußischen Kultusministeriums offiziell ins Leben gerufen.
Das Institut wird als erste marxistisch orientierte Forschungseinrichtung in Deutschland konzipiert, die an eine staatliche Universität (Goethe-Universität Frankfurt) angegliedert ist. Möglich wird dies vor allem durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Mäzens Felix Weil, der das notwendige Stiftungskapital bereitstellt. Erneut bedienen Philanthropen sozialistische Ideen mit ihrem Kapital. (1)
Das Institut wird am 13. März 1933 durch die Gestapo geschlossen, Max Horkheimer und Felix Weil aktivieren ihre Notfallpläne. Da sie bereits 1931/32 die Société Internationale de Recherches Sociales (SIRES) in Genf als juristischen Auffangschirm gegründet haben, konnten sie Zweigstellen in Paris und London eröffnen. Die Londoner Zweigstelle ist direkt an der London School of Economics angesiedelt. Dies ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter akademischer Vernetzung. (2 und 3)
Die LSE ist unter ihrem damaligen Direktor Sir William Beveridge bekannt dafür, gefährdeten Wissenschaftlern aus Deutschland zu helfen (u. a. über den Academic Assistance Council).
Das IfS erhält ein Büro in den Gebäuden der LSE. Die Frankfurter Denker empfinden den britischen Empirismus an der LSE oft als zu “nüchtern” und wenig kompatibel mit ihrer spekulativen Kritischen Theorie.
Die Columbia University in New York bietet Horkheimer ein ganzes Gebäude an, was letztlich den Ausschlag für den Umzug in die USA gibt.
Franz Neumann findet den Weg zur Frankfurter Schule im Londoner Exil. Als Neumann 1933 vor den Nationalsozialisten nach London flieht, nimmt er an der London School of Economics (LSE) ein Studium bei Harold Laski auf, der dort als prominenter Vertreter der Fabian Society lehrt und bereits gute Kontakte zum Institut für Sozialforschung unterhält. Durch diese Vermittlung beginnt Neumann 1936 seine enge wissenschaftliche Mitarbeit am Institut, das zu dieser Zeit nach New York ausgewandert ist. Sein gesamtes Leben bleibt Neumann dabei seinen sozialistischen Überzeugungen treu. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil prägt er ab 1946 die Berliner Sozialdemokratie entscheidend. Als Landesvorsitzender (1946–1958), Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus (1948–1956) und Bundestagsabgeordneter (1949–1969) nimmt er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Parlament eine zentrale Rolle ein. (4)
Franz Neumann, SPD
London
April
Das British Institute of International Affairs bezieht seinen berühmten Sitz am St. James’s Square Nr. 10 (Chatham House), dem ehemaligen Wohnhaus dreier britischer Premierminister. Ab diesem Moment wird sich “Chatham House”(Foto) in den Sprachgebrauch manifestieren. Das Chatham House ist bis heute an diesem Ort vertreten. (5 und 6)
Deutschland, Fürth
27. Mai
Henry Kissinger wird geboren, wir merken uns seinen Namen gut, da er noch wichtig wird. (7)
London / USA
im August
William Beveridge empfängt Beardsley Ruml, um die exklusiven Interessen der London School of Economics zu sichern, noch bevor andere britische Universitäten überhaupt eine Chance zur Kontaktaufnahme erhalten. Bei dieser historischen Begegnung präsentiert der LSE-Direktor dem jungen Chef des Laura Spelman Rockefeller Memorial eine radikale Vision für eine grundlegende Neuausrichtung der Gesellschaftswissenschaften, die sich vom rein theoretischen Ansatz der traditionellen britischen Ökonomie verabschieden und stattdessen zu einer stark empirischen, datengestützten und quasi-naturwissenschaftlichen Forschung übergehen soll. Diese Pläne treffen exakt den Nerv des Rockefeller Stiftungsfonds, da Ruml gezielt nach einem geeigneten europäischen Versuchsfeld für die wissenschaftliche Steuerung moderner Gesellschaften sucht und in der LSE das ideale Laboratorium für dieses Vorhaben erkennt. Dieses Treffen besiegelt schließlich die Zusage massiver finanzieller Zuwendungen durch die Rockefeller-Stiftung in Höhe von rund 450.000 Pfund, was in der Folgezeit zu einer physischen Verdopplung des Londoner Campus führt und die Grundlage für wegweisende, großangelegte empirische Forschungsprojekte zu Preisen, Löhnen und Sozialbiologie bildet.
(8,9 und 10)
Ab Herbst 1923 fließen die ersten Gelder des Laura Spelman Rockefeller Memorial an die London School of Economics
Beardsley Ruml und William Beveridge vereinbaren eine erste Anschubfinanzierung, die sich wie folgt aufteilt:
Bereits 1923 wird für die Anschaffung von Forschungsmaterialien, die dringend benötigte Erweiterung der Bibliothek sowie für erste administrative Anschubkosten Kapital bereitgestellt. (11)
Das dreijährige Stipendienprogramm: Parallel dazu wurde ein Budget für europäische Forschungsstipendien (Fellowships) bewilligt. Dieses war so strukturiert, dass ab dem akademischen Jahr 1923/1924 Gelder flossen, um ausländische Forscher an die LSE zu holen und den transatlantischen Austausch zu starten.(12)
Diese Beträge im Jahr 1923 waren der sprichwörtliche „Testballon“. Da das LSRM unter Ruml mit den Ergebnissen dieser ersten Phase hochzufrieden war, öffneten sich ab 1924 die Schleusen für die Großinvestitionen. In den darauffolgenden Jahren weitete die Stiftung die Hilfe massiv aus, was schließlich zu der bekannten Gesamtsumme von rund 1,25 Millionen US-Dollar führte, mit der die LSE in den 1920er-Jahren baulich und akademisch komplett transformiert wurde.
Wenn man die reine Inflation über den offiziellen Verbraucherpreisindex (CPI) der USA von 1923 bis heute herausrechnet, ergibt sich ein gewaltiger Sprung. Eine Summe von 1,25 Millionen US-Dollar im Jahr 1923 entspricht heute einer Kaufkraft von rund 24,34 Millionen US-Dollar (ca. 21 Millionen Euro).
Beardsley Ruml
William Beveridge
Deutschland
November
Die monatliche Inflationsrate Deutschlands liegt bei etwa 29.500 %. Das bedeutet, dass sich die Preise etwa alle 3,7 Tage verdoppeln. (13)
1924
Sowjetunion
21. Januar
Wladimir Iljitsch Lenin stirbt um 18:50 Uhr auf seinem Landgut in Gorki. (14)
England
22. Januar
Die Labour Party wird zur Überraschung fast aller als der stärkere Teil einer Koalition aus Labour und Liberalen an die Macht gerufen.
Gegenüber 258 Konservativen, die ins Parlament entsandt werden, gibt es 191 Labour-Abgeordnete und 158 Liberale. Ungeachtet der Proteste von Lloyd George, dem alten Schlachtross, entscheidet sich die Liberale Partei, ihre Stimmen der Labour Party statt den Konservativen zu geben.
Jahre der fabianischen Durchdringung und Unterwanderung liberaler Kreise – einschließlich der langen, engen Freundschaft von George Bernard Shaw mit dem Führer der Liberalen Partei, Lord Asquith – könnten ebenfalls dazu beitragen, diese merkwürdige innenpolitische Anwendung der Theorie des Gleichgewichts der Kräfte zu erklären. Die Entscheidung, die Labour Party im Jahr 1924 zu unterstützen, erweist sich für die britischen Liberalen jener Tage als selbstmörderisch und erinnert an jene begabten Patrizier des kaiserlichen Roms, die sich in den unerwartetsten Momenten entschieden, ihre Adern zu öffnen und zuzusehen, wie ihr Lebenssaft weicht. Von diesem selbst zugefügten Todesstoß hat sich die Liberale Partei bis heute nicht erholt. (erinnert stark an die FDP, oder?) (15)
Ramsay MacDonald, ein ehemaliger Fabianer im Kreis fabianischer Berater, steigt zum ersten Labour-Premierminister der englischen Geschichte auf. Sein 25-köpfiges Kabinett zählt mindestens fünf „alte“ Fabianer der London Society, und viele weitere besetzen Posten im Unterbau. Sir Sydney Olivier übernimmt das Ministerium für Indien. Und ausgerechnet Sidney Webb wird Handelsminister – derselbe Mann, der kurz zuvor gemeinsam mit Beatrice einen langen Essay namens “The Decay of Capitalist Civilization” veröffentlicht hat, in dem die beiden behaupten, Karl Marx habe „den moralischen Bluff des Kapitalismus entlarvt“! (auch 15)
Sowjetunion
27. Januar
Josef Stalin inszeniert sich auf der Beerdigung als Chef-Trauernder und treuester Erbe. Er gibt Trotzki absichtlich ein falsches Datum für die Beerdigung durch, sodass dieser (der sich zur Kur im Kaukasus befand) fehlt, was wiederum Trotzkis Ansehen massiv beschädigt und in der Folge zu politischer Zahnlosigkeit führt.
Aus Leo Trotzki´s Biografie (auch 14)
“Die Tifliser Behörden erhielten bald ein gleiches Telegramm. Die Kunde von Lenins Tod drang in immer weitere Kreise. Ich ließ mich über eine direkte Telegraphenleitung mit dem Kreml verbinden. Auf meine Anfrage erhielt ich die Antwort:”
„Die Beerdigung findet am Sonnabend statt, Sie würden ohnehin nicht rechtzeitig hier sein können, wir empfehlen, die Kur fortzusetzen.“
“Es gab also keine Wahl. In Wirklichkeit aber fand die Beerdigung erst am Sonntag statt, und ich hätte noch Zeit gehabt, zur Teilnahme nach Moskau zu kommen. So unglaubwürdig das auch klingen mag, man hatte mich über den Tag der Beerdigung belogen. Die Verschwörer spekulierten in ihrer Art richtig, daß es mir nicht in den Sinn kommen würde, ihre Angaben nachzuprüfen, – und später ließe sich schon eine Ausrede finden. Ich erinnere daran, daß man mich bei der ersten Erkrankung Lenins erst am dritten Tage benachrichtigte. Das war Methode. Das Ziel bestand darin: „Zeit zu gewinnen.“
Nach dem Tod löst Stalin Lenin nicht einfach ab, sondern „konserviert” ihn. Er lässt den Leichnam gegen den ausdrücklichen Wunsch der Familie einbalsamieren und im Mausoleum auf dem Roten Platz ausstellen. Damit schafft er den Kult des „Leninismus“, dessen alleiniger autorisierter Ausleger Stalin ist. Wer gegen Stalin ist, war fortan automatisch gegen den (toten) Lenin.
London
Als Höhepunkt jahrelanger sozialistischer Bemühungen und Machenschaften erweist sich die neue Regierung als verfrüht und kurzlebig. MacDonalds erste Amtszeit in der 10 Downing Street dauert weniger als ein Jahr, was vor allem einer Unbesonnenheit seiner vermeintlichen sowjetischen Freunde geschuldet ist. Bis Oktober bricht seine Regierung spektakulär zusammen – in einer Atmosphäre des öffentlichen Aufruhrs und der Angst, die durch die Veröffentlichung des „Roten Briefs“ von Sinowjew angeheizt wird. (16)
Das konkrete Problem an diesem Brief liegt in seiner fatalen Wirkung als gezielte politische Fälschung. Das Dokument fordert die britische Arbeiterschaft im Namen der Kommunistischen Internationale zu subversiven Aktivitäten und zur Aufwiegelung in der Armee auf, um eine Revolution vorzubereiten. Die Veröffentlichung kurz vor den britischen Unterhauswahlen 1924 erzeugt in der Öffentlichkeit eine rote Panik, da sie eine direkte Einmischung Moskaus in die britische Politik suggeriert. Dies diskreditiert die amtierende Labour-Regierung, die kurz zuvor diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion aufgenommen hat, und führt zu deren massivem Wahleinbruch. Spätere Untersuchungen bestätigen, dass das Schreiben eine Fabrikation ist, die vermutlich aus Kreisen von Exilrussen oder Geheimdiensten stammt, um den Wahlausgang gezielt zu manipulieren. Es existiert zudem eine Art Schmähkritik von Leo Trotzki aus diesem Jahr. Trotzki attackiert die Fabier frontal als bürgerliche Bremser der Arbeiterrevolution. Er bezeichnet das fabianische Denken berühmt als „die nutzloseste und in jedem Fall langweiligste Form verbaler Schöpfung“ und sieht in ihrem evolutionären Reformismus die größte Barriere für das Entstehen eines echten revolutionären Bewusstseins im britischen Proletariat.
11. Juli
William Beveridge schreibt einen Report an Beardsley Ruml über die London School of Economics
44 Studenten, 11 Absolventen im Jahr 1923, allein aus Deutschland (Stand 31.07.1924)
Anmerkung: Ich habe versucht, herauszufinden, wer diese Personen sind. Neben Franz Neumann (SPD) konnte ich lediglich drei weitere Personen ausfindig machen. Es sind keine Personen aus dem direkten, politischen Umfeld, daher gehe ich nicht näher darauf ein.
London School of Economics erhält 1924 $ 115.000 (17)
Harvard, Teacher´s College der Columbia University, University of Chicago (die Rockefeller Uni) und Yale werden mit großen Summen beglückt
Auszug, wer 1923 die Professoren an der LSE sind
Professor A. J. Sargent ist ein britischer Wirtschaftshistoriker und Geograph, der historisch als der allererste ernannte Professor für Außenhandel an der LSE und der Universität London gilt. Im Hinblick auf eine Fabian-Verbindung ist er selbst kein Mitglied der Fabian Society, sondern gilt politisch eher als konservativ oder moderat. Dennoch holen und halten ihn die Fabian-Gründer, das Ehepaar Webb, gezielt an der LSE, weil er als herausragender Datenanalytiker überzeugt. Die Webbs legen großen Wert darauf, dass die LSE in der Öffentlichkeit nicht als reine Propagandaschule verschrien wird, sondern durch erstklassige, empirische Forschende wie Sargent akademische Exzellenz sowie staatliche Anerkennung erlangt.
R. H. Tawney ist einer der bedeutendsten britischen Wirtschaftshistoriker, Sozialkritiker und Vordenker des ethischen Sozialismus, der viele Jahre an der LSE lehrt. Im Kontext der Fabian-Verbindung ist er als zentrales Mitglied aktiv, da er der Fabian Society bereits im Jahr 1906 beitrat. Er prägt die intellektuelle Ausrichtung der britischen Arbeiterbewegung sowie der Labour Party über Jahrzehnte hinweg. Seine im Dokument erwähnten Arbeiten, wie die im Jahr 1925 erschienene Edition von Thomas Wilson’s “Discourse on Usury“ aus dem Jahr 1572, dienen ihm dazu, die historische Entstehung des Kapitalismus und des Finanzwesens sowohl moralisch als auch ökonomisch zu kritisieren. Gemeinsam mit den Webbs und dem Ehepaar Cole gehört er zum absoluten Kern des sozialistischen Intellektuellen-Netzwerks in London.
Männer wie R. H. Tawney nutzen Wilsons Text im 20. Jahrhundert als historischen Kronzeugen. Ihre Argumentation ist clever, sie wollen zeigen, dass die unregulierte Gier des Kapitalismus und des freien Marktes keine „naturgegebene Konstante“ ist. Vielmehr hat die menschliche Gesellschaft jahrhundertelang – während des Mittelalters und der Tudor-Zeit – ein tiefes moralisches und rechtliches Bewusstsein dafür, dass der Markt dem Gemeinwohl und ethischen Regeln untergeordnet sein muss. Tawney nutzt Wilson somit gezielt, um den modernen Kapitalismus als historischen Irrweg darzustellen.
John Maynard Keynes bezieht sich in seinem ökonomischen Hauptwerk „The General Theory of Employment, Interest and Money“ von 1936 im bekannten Kapitel 23 prominent auf diese historischen Debatten und nimmt die alten Wuchergesetze explizit in Schutz. Er greift damit den klassischen Freihandels-Kapitalismus, der eine völlig freie Zinsbildung fordert, frontal an und erklärt die historisch etablierten Zinsdeckelungen für ökonomisch absolut richtig. Seine Argumentation stützt sich dabei auf die eigene Theorie der Liquiditätspräferenz, wonach Menschen in Zeiten der Unsicherheit ihr Geld lieber unproduktiv horten, anstatt es in die Realwirtschaft fließen zu lassen. Wenn der unregulierte Finanzmarkt nun die Zinsen dauerhaft zu hoch ansetzt, blockiert dies reale Investitionen in Fabriken oder Arbeitsplätze, da die Rentabilitätshürde für Unternehmer schlicht ins Unbezahlbare steigt. Während die Fabianer um R. H. Tawney somit eine moralische Absage an das System erteilen, liefert Keynes die makroökonomische Begründung dafür, dass die historische Wucherkritik ein intuitiver und notwendiger Schutzmechanismus der Gesellschaft gegen die inhärente Selbstblockade des Finanzkapitalismus ist. (18)
Auch im Jahr 1924
Hugh Gaitskell und G.D.H. Cole begegnen sich erstmals während Gaitskells Studienzeit an der Universität Oxford, die von 1924 bis 1927 andauert. Auch diese Verbindung speichern wir im Hinterkopf ab.
Hugh Gaitskell
G.D.H. Cole
1925
Julian Huxley wird Mitglied auf Lebenszeit in der Eugenics Society (19)
Der uns inzwischen bekannte LSE Professor Harold Laski taucht hier auf
(auch 19)
Julian Huxley
28. April
In England verkündet der Schatzkanzler (und spätere Premierminister) Winston Churchill im britischen Unterhaus die Rückkehr des Pfund Sterlings zum Goldstandard. (20)
Es ist das Ergebnis einer jahrelangen, obsessiven Kampagne von Montagu Norman, dem Chef der Bank of England. Er besteht darauf, zum Wechselkurs von 1 £ = 4,86 $ zurückzukehren – exakt dem Kurs von vor 1914. Während des Ersten Weltkriegs hat Großbritannien jedoch massive Schulden angehäuft und die Inflation war gestiegen. Das Pfund ist 1925 daher real viel weniger wert als 1914.
John Maynard Keynes warnt eindringlich vor dieser Rückkehr. Er schreibt das Pamphlet „The Economic Consequences of Mr. Churchill“ (21), in dem er darlegt, dass dieser künstlich hohe Kurs die britische Industrie zerstören würde, weil britische Exportwaren (Kohle, Stahl) für das Ausland viel zu teuer würden. Um den Goldstandard bei diesem hohen Kurs zu halten, musste Bank of England Chef Montagu Norman die Zinsen hoch halten und die Geldmenge verknappen (Deflation).
Da die Unternehmen ihre Waren nicht mehr exportieren können, müssen sie die Löhne senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
George Bernard Shaw
Der Nobelpreis für Literatur 1925 (22) wurde George Bernard Shaw verliehen „für sein Werk, das sich durch Idealismus und Menschlichkeit auszeichnet, dessen anregende Satire oft von einer einzigartigen poetischen Schönheit durchdrungen ist“.
Ob und wie lange sich George Bernard Shaw durch seine Menschlichkeit auszeichnet, klären wir in einem Artikel, der sich um das Jahr 1931 bemüht.
Quellen:
https://www.historicalmaterialism.org/the-frankfurt-school-against-the-nazis/
https://www.historicalmaterialism.org/the-frankfurt-school-against-the-nazis/
https://www.willy-brandt-biografie.de/wegbegleiter/l-p/neumann-franz/
https://historicengland.org.uk/images-books/photos/item/BL26572
https://www.chathamhouse.org/sites/default/files/20160802IndivSupporters.pdf
https://www.henryakissinger.com
https://dimes.rockarch.org/objects/LxUw4VFPe6XxwNnrpTGEjh/view
https://lse.shorthandstories.com/130-years-of-transformative-philanthropy/index.html
https://www.marxists.org/deutsch/archiv/trotzki/1929/leben/41-todlenins.htm
https://www.nationalarchives.gov.uk/wp-content/uploads/2018/07/CAB27-254-1.jpg
https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=ufl.31262096799316&seq=20
ttps://www.marxists.org/reference/subject/economics/keynes/general-theory/ch23.htm
https://api.parliament.uk/historic-hansard/commons/1925/apr/28/return-to-gold-standard
https://www.gold.org/sites/default/files/documents/1925jul.pdf



















